Grafik zu den Folgen von emotionalem Stress auf den Körper und Prävention durch einen gesunden Lebensstil.

Herzschmerz als Auslöser für Herzkrankheiten

Wie chronischer Stress Ihr Herz gefährdet: Erfahren Sie alles über Psychokardiologie, das Broken-Heart-Syndrom und wie Sie Körper und Seele schützen.

Unser Herz, das meist nur als mechanische Pumpe wahrgenommen wird, freut sich und leidet mit unserer Gefühlswelt mit. Eine von der Öffentlichkeit noch so gut wie nicht wahrgenommene medizinische Disziplin, die Psychokardiologie, räumt unseren Gefühlen und unserem Seelenleben endlich einen Platz für die Gesundheit unseres Herzens ein:

Das „gebrochene Herz" oder der „Herzschmerz" werden darin als Auslöser für Herzkrankheiten verstanden.

Auch die Schulmedizin hat damit nun Antworten darauf, wie ein gesund lebender Mensch der nie rauchte und regelmäßig Sport trieb, einen Herzinfarkt bekommen kann: Ursachen wie Dauerstress, Angste und Trauer verändern den körpereigenen Stoffwechsel. Bei solchen Gefühlen steht unser Organismus unter permanenter Alarmbereitschaft und produziert Stresshormone, die chronische Entzündungsprozesse mit Gerinnungsstörungen in Gang setzten. Man vermutet, dass sich beispielsweise aufgrund eines hohen Cortisolspiegels Teile der Herzkranzgefäße für kurze Zeit verkrampfen und dadurch Symptome wie die eines Infarktes verursacht werden, es aber letzten Endes nicht zu einem tatsächlichen Infarktgeschehen kommen muss. Untersucht man Betroffene, ist das Gefäß-system meist unauffällig und zeigt keine Anzeichen von krankhaften Gefäßveränderungen. Bei diesem „Broken-Heart-Syndrom" handelt es sich um ein ernst zu nehmendes Alarmzeichen des Körpers.

Nicht immer geht das glimpflich aus. Halten die negativen Gefühlswelten auf Dauer an, können sich schwere Veränderungen mit Ablagerungen und dauerhaften Verengungen der Herzgefäße ausbilden, die dann in einem echten Herzinfarkt münden. Oder aber der Krampf selbst führt zum plötzlichen Herztod. Möglicherweise ausgelöst durch eine zusätzliche chronische Übersäuerung.

Könnte dies der Grund sein, dass ein vermeintlich gesunder, dreißigjährige Jogger plötzlich stirbt, weil er so übersäuert ist, dass sein Herzmuskel einfach krampft?

Vor allem die Kombination aus psychischen Faktoren wie chronische Anspannung, Existenzangst, Depression oder Mobbing mit einer ungesunden Lebensweise steigert das Risiko um das Fünffache, einen Herzinfarkt zu erleiden. Wobei jeder dritte tödlich endet.

Leiden Sie seit längerem unter extremer Müdig-keit, Schlafstörungen, ständigen Oberbauchbeschwerden sowie Ubelkeit können das Vorboten eines anstehenden Infarktgeschehens sein. Hören Sie auf diese Hilfeschreie von Körper und Seele. Versuchen Sie, der negativen Gefühlsspirale und den Belastungen durch Ihren Lebenswandel zu entkommen. Therapeutische Gespräche zum Entwickeln von entsprechenden Strategien und eine gesunde Lebensweise mit einem vernünftigen Bewegungskonzept bilden die Basis für den Heilungsprozess. Geben Sie Köper und Seele Raum und Zeit, die sie benötigen um wieder gesund zu werden. Ihr Herz wird es Ihnen danken.

Ein glückliche und zufriedene Zeit wünscht Ihnen

Dr. Petra Bracht