Darstellung von Smartphone-Strahlung, die auf das menschliche Nervensystem wirkt, sowie eine durch eine Kuppel geschützte Schlafzone.

Gesund bleiben trotz Elektrosmog

Elektrosmog stört die empfindliche Biophysik des Körpers. Dr. Petra Bracht erklärt die Risiken und zeigt Wege zu einem gesunden Schlafplatz.

Was ist überhaupt Elektrosmog? Und warum könnte er unsere Gesundheit schädigen? Leider wissen auch bei diesem sehr wichtigen Thema noch viel zu wenige Menschen Bescheid und sind deswegen Argumenten, die wirtschaftlich oder politisch motiviert sind, hilflos ausgeliefert. Mit diesen unseriösen Streitereien wollen wir uns nicht aufhalten. Lassen Sie uns vielmehr mit dem gesunden Menschenverstand und meiner langen Erfahrung als Ärztin die möglichen Wirkungen und Effekte untersuchen.

Dass wir Menschen auf allen unseren Funktionsebenen unglaublich ausgeklügelte Mechanismen aufweisen, die unserem Organismus die beste Erledigung seiner vielfältigen Aufgaben sichern, ist meine grundlegende Erkenntnis und Arbeitsvoraussetzung. Ein Teil dieser Funktionen wird in unserer heutigen Medizin und den daraus resultierenden Therapien zu wenig berücksichtigt. Und das obwohl schon seit Jahrzehnten immer wieder Ausschnitte erforscht und Erkenntnisse daraus angewendet wurden. Es geht um die biologischen elektrischen Abläufe, letztendlich die Biophysik. Heute herrscht die Biochemie. Mehr oder weniger natürliche Substanzen sollen Krankheiten reduzieren und die Gesundheit und Leistungsfähigkeit steigern. Doch ohne die Biophysik funktioniert nichts in unserem Körper. Ein Gleichstromsystem, vergleichbar mit dem elektrischen Leitungsnetz unseres Hauses sorgt durch elektrische Nervenimpulse für die elektrische Übertragung von Information und Energie bis hinunter auf Zellebene. Dieses System arbeitet Hand in Hand mit der Energiebereitstellung durch die Verbrennung von Sauerstoff in den Mitochondrien.

Naturgemäß spielen sich die elektrische Spannung und der Stromfluss in viel geringeren Bereichen ab, als in unserem Hausleitungsnetz oder in unserem Auto. Während wir im Haus 220 Volt Wechselspannung benutzen oder das Licht im Wagen mit 12 Volt Gleichstrom betrieben wird arbeitet unser Körper mit Spannungen im Bereich von Mikrovolt, also von Millionstel Volt, genauer 50 bis 70 Mikrovolt. Ebenso klein sind die daraus resultierenden Stromstärken und elektromagnetischen Felder. An diese Größenordnungen sind wir genetisch angepasst.

Diese „Beeinflussungen" sind wir gewohnt, sie sind biologisch nicht nur verträglich, sondern wir benötigen sie sogar um bestmöglich zu „funktionieren". Und genau da lauern die Gefahren. Denn wenn wir unserem Körper elektromagnetische Felder zumuten, die viel stärker sind, kann es zu Fehlinformationen in den komplizierten biologischen Abläufen kommen. Vor allem am Schlafplatz kann das fatale Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Denn im Schlaf schaltet der Körper auf etwa 10 Prozent seiner Abwehrbereitschaft gegenüber Gefahren von außen herunter. Er konzentriert sich vollkommen auf notwendige Stoffwechsel- und Reparaturarbeiten, um all das zu erledigen, was sich im Wachzustand an Arbeit aufgehäuft hat. Ist er in dieser Regenerationsphase dem Stress durch überhöhte elektromagnetische Felder, der Strahlung von Mobiltelefonen oder Radaranlagen oder allen anderen genetisch nicht gewohnten Belastungen ausgesetzt, so besteht die Gefahr nicht ausgeruht und fit oder sogar energielos aufzuwachen und sich langfristig zu schädigen.

Gehen Sie deswegen auf Nummer sicher und vermeiden Sie vor allem im Schlaf alle Einflüsse elektrischer Techniken der Neuzeit die unser biologisches Gleichstromsystem stören könnten. Ziehen Sie die Stecker von elektrischen Geräten, bauen Sie Netzfreischalter ein, stellen Sie wireless-Verbindungen aus und lassen Sie ihr Handy im anderen Zimmer oder schalten es besser ab. Ein guter Baubiologe misst alle wichtigen Werte aus und gibt Ihnen Sicherheit, gesund zu schlafen.

Ich wünsche Ihnen eine gesunde Sommerwoche

Dr. Petra Bracht