
Aderlass - altes Heilverfahren wieder modern
Entdecken Sie die Hämodilution: Wie der moderne Aderlass effektiv den Blutdruck senkt und als sanfte Prävention dient. Jetzt mehr erfahren!
Der Aderlass war über dreitausend Jahre das Kardinalheilmittel. Im 17. Jahrhundert geriet er allerdings in Verruf, da dieses Heilverfahren nicht nur bei jeder Krankheit sondern häufig exzessiv angewendet wurde. Dieser Imageverlust hält bis heute an. Doch in der modernen Medizin wird der Aderlass zu Recht wiederentdeckt und mit neuem Namen beschrieben: Hämodilution. Insbesondere in der Inneren Medizin wird diese zunehmend angewendet.
Es handelt es sich dabei um ein blutentziehendes Verfahren, das insbesondere dem typischen „Aderlasspatienten" von großem Nutzen sein kann. Dieser ist meist zwischen 40 und 70 Jahre alt, roten Typs, adipös und leidet an Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung, Diabetes und Gicht. Seine Symptome sind vielschichtig: Schwitzen, ein cholerisches Temperament, unerklärbarer Kopfdruck, chronischer Juckreiz, Thromboseneigung, Schwindel sowie ständiges Nasenbluten zählen dazu.
Ein wichtiger Laborparameter, der Hämatokritwert weist auf den typischen Aderlasspatienten hin. Er sollte bei Frauen nicht höher als 40 und bei Männern nicht höher als 42% sein. Dieser Wert bezeichnet den Anteil der zellulären Bestandteile am Volumen des Blutes. Er beschreibt die „Zähflüssigkeit", die Viskosität des Blutes. Ist er zu hoch, erhöht sich der Strömungswiderstand und es kommt zu einer Minderdurchblutung der feinsten Haargefäße und damit der gesamten Organsysteme und Gewebe sowie in Folge zu einer Mehrbelastung
Bei einer Hämodilution werden in der Regel 250 ml Blut entnommen. Dieser Vorgang kann mehrmals im Jahr wiederholt werden, je nach Schwere und Indikation des Krankheitsbildes oder der vorausgehenden Symptome. In der bekannten Berliner Charité beschäftigen sich Wissenschaftler mit dieser neuen, alten Therapie. Sie konnten nachwei-sen, dass bei einem zweimaligen Aderlass von 300 ml innerhalb von vier Wochen, der Blutdruck bei Patienten um durchschnittlich 16 Punkte gemessen in der Einheit Millimeter Quecksilbersäule gesunken ist. Diese Senkung war für über sechs Wochen stabil. Ein Effekt von dem die medikamentöse blut-drucksenkende Medizin begeistert wäre. Dieser ist biologisch gut nachvollziehbar, denn heute leiden die meisten Menschen unter überflüssigen Stoffen in den Geweben ebenso wie im Blut.
Auch wenn bei Ihnen noch keine nachweislichen Krankheiten, wie sie oben benannt wurden, vorliegen, ihr Hämatokritwert, den jeder Arzt im normalen Blutbild bestimmen lässt, jedoch bereits zu hoch sein sollte, ist der Aderlass, der tausende von Jahren gute Dienste erwiesen hat, auch heute eine wirkungsvolle und preiswerte präventivmedizinische Maßnahme frei von negativen Nebenwirkun-gen. Wenn Sie diese mit qualitativ hochwertigen Bewegungsübungen kombinieren, wodurch Ihre muskuläraszialen Engpässe geöffnet werden, steigern Sie die Versorgung Ihrer Zellen beträchtlich.
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